Wurzelspitzen-
Resektion (WSR)
Chirurgische Zahnerhaltung, wenn die Wurzelbehandlung nicht reicht
In manchen Fällen reicht eine konventionelle Wurzelbehandlung nicht aus, um eine Entzündung an der Wurzelspitze dauerhaft zu beseitigen. Wenn Beschwerden trotz sorgfältiger Behandlung bestehen bleiben oder sich eine chronische Entzündung an der Wurzelspitze bildet, kann eine Wurzelspitzenresektion (WSR) notwendig werden.
Ziel des Eingriffs ist es, den Zahn trotz bestehender Entzündung erhalten zu können – funktionell, stabil und beschwerdefrei.
Wann ist eine Wurzelspitzenresektion notwendig?
Eine WSR kommt in folgenden Fällen infrage:
- Die Entzündung an der Wurzelspitze bleibt trotz abgeschlossener Wurzelbehandlung bestehen
- Es bildet sich eine Zyste oder ein chronisch entzündlicher Herd im Kiefer
- Der Zahn verursacht weiterhin Beschwerden wie Aufbissschmerz, Druckgefühl oder Schwellung
- Eine erneute Wurzelbehandlung (Revision) ist technisch nicht möglich oder war nicht erfolgreich
- Es liegt eine Fraktur oder eine abnorme Wurzelkrümmung vor, die konventionell nicht erreichbar ist
Was passiert bei einer Wurzelspitzenresektion?
Die Wurzelspitzenresektion ist ein kleiner chirurgischer Eingriff, der in der Regel unter lokaler Betäubung durchgeführt wird. Der Ablauf:
- Zugang zur Wurzelspitze: Über einen kleinen Schnitt im Zahnfleisch wird die betroffene Wurzelspitze freigelegt.
- Entfernung der Wurzelspitze: Etwa 2–3 mm der entzündeten Wurzelspitze werden abgetragen.
- Reinigung des Entzündungsbereichs: Das umliegende entzündete Gewebe wird entfernt.
- Versiegelung der Wurzelkanalfüllung: Der Wurzelkanal wird von unten (retrograd) mit einem speziellen Material abgedichtet, um das erneute Eindringen von Bakterien zu verhindern.
- Verschluss der Wunde: Das Zahnfleisch wird mit feinen Nähten verschlossen, die nach wenigen Tagen entfernt werden.
Der Eingriff dauert meist nicht länger als 30–45 Minuten und wird ambulant durchgeführt.
Nachbehandlung & Erfolgsaussichten
Was muss ich nach dem Eingriff beachten?
- In den ersten Tagen nach dem Eingriff kann es zu leichten Schwellungen oder Spannungsgefühlen kommen.
- Kühlen Sie die betroffene Wange von außen.
- Vermeiden Sie körperliche Anstrengung, Nikotin und heiße Speisen für 1–2 Tage.
- Die Nähte werden nach etwa 5–7 Tagen in unserer Ordination entfernt.
Wir geben Ihnen genaue Verhaltenshinweise und ggf. Schmerzmittel oder Antibiotika mit.
Wie sind die Erfolgsaussichten?
Die Wurzelspitzenresektion ist eine bewährte Maßnahme zur Zahnerhaltung, mit sehr guten Langzeitergebnissen – besonders dann, wenn der restliche Zahn stabil ist und die Wurzelbehandlung korrekt durchgeführt wurde.
In vielen Fällen lässt sich durch die WSR ein Zahn erhalten, der sonst gezogen werden müsste.
Ihre Vorteile bei uns
- Schonender, routinierter Eingriff unter lokaler Betäubung
- Moderne Ausstattung inkl. digitaler Röntgentechnik
- Auf Wunsch auch in Kombination mit Narkose möglich (Privatleistung)
- Langjährige Erfahrung in der chirurgischen Zahnerhaltung
- Persönliche Nachbetreuung und engmaschige Kontrolle
Beratung
Sie haben wiederkehrende Beschwerden nach einer Wurzelbehandlung oder einen entzündeten Zahn trotz Therapie?
Lassen Sie sich beraten – wir prüfen sorgfältig, ob eine Wurzelspitzenresektion für Sie sinnvoll ist und helfen Ihnen, Ihren Zahn zu erhalten.